Dr. Sport

Der 1. Juli, null siebenhundert. Tausende stürzen sich bei vorhergesagten 36° später am Renntag ohne Neo in den Wörthersee um die (wohl zu lange) Schwimmstrecke hinter sich zu bringen. Die to-do-list für den Tag trägt mir eine neue persönliche Bestzeit auf, ich entscheide mich aber klugerweise schon vor dem heißen Rennstart dazu, das Häkchen lieber bei "Finish mit Würde" zu setzen. Die Auftaktdisziplin war recht entspannt, den Vollkontakttriathleten konnte ich einigermaßen aus dem Weg schwimmen.

 

Die alte Golferweisheit: "drive for show, putt for the dough", zu

Deutsch: "der Abschlag ist für die Show, der Putt für das Preisgeld", bzw. zu Triathlondeutsch: "Eine geile Radzeit ist zwar sexy, nur hilft es nix, wenn man danach nicht mehr laufen kann" habe ich mir am Bike wohl nicht besonders zu Herzen genommen - business as usual. Trotz ca.

170 Athleten, die vor mir aufs Rad stiegen, konnte ich auf den 180km keine Gruppe finden, auf der zweiten Runde war die Straße überhaupt einsam und verlassen wie am Morgen nach Österreichs Finalsieg bei der Fußball WM.

 

Jetzt nur noch ein Marathon, das wird sicher lustig. Wenn der Akku leer ist und die letzten 19,7 Milliliter Wasser im Körper schon kochen, hantelt man sich in Klagenfurt eben laufend und gehend irgendwie von einer Labe zur nächsten. Aber die besten Zuschauer, Fans, Freunde und Betreuer machen das Leiden nicht nur erträglich, sondern beflügeln, recht herzlichen Dank dafür - ihr alle wart spitze!

 

Zieleinlauf, Gulasch und Speck im Irondome und Bussls und Knuddler von der Family. Fazit des Tages: geile Wechselzeiten, solider Radsplit, gute Platzierung und die sechste Finishermedaille in Zlotzendorf. Nächstes Jahr gebe ich mir das Rennen wieder als Zuseher. Die von Trias wohl am häufigsten benutzten zwei Worte "nie mehr" sind aber hohl wie eine bis auf den letzten Tropfen ausgelutschte Powerbartrinkflasche.

Cheers, Alex :)




Veröffentlicht am:
12:20:48 05.07.2012 von Rene Vallant

Letzte Aktualisierung
12:20:48 05.07.2012